Schweden – Russland (2:0)

Vorbericht:

  • Hart kämpfende Russinnen gegen in Zugzwang befindliche Schwedinnen lautet das erste Duell der Gruppe B am zweiten Spieltag. 10 von 31 Spielen haben bereits stattgefunden, das 11. ist dieses hier.
  • So von der Statistik sollte es eigentlich klar zugunsten der Schwedinnen ausgehen. Oder wenigstens zugunsten, was ist schon klar? Und als stark konnte man den Auftritt der Schwedinnen gegen die deutsche Nationalmannschaft auch nicht unbedingt beschreiben. Andererseits, die Defensive rund um Wolfsburgs Kapitänin Nilla Fischer steht ordentlich.
  • Die Russinnen haben als erstes Team mehr als 2 Tore in einem Spiel dieses Turniers geschossen und sich trotz des Gegentors schon einmal 3 Punkte erspielt. Das sind 2 Punkte mehr als Schweden und Deutschland jeweils haben. Ja, meine Affinität zu Zahlen ist sehr hoch.
  • Allerdings waren die drei Punkte der Russinnen gegen Italien und mit viel viel Kampf zustande gekommen. Etwas, was bei den versierten Schwedinnen oder einer vielleicht etwas härter durchgreifenden Schiedsrichterin schwieriger werden könnte.
  • Daher mein Tipp: Schweden macht es!
  • „In den Farben Blau und Gelb, schönsten Farben dieser Welt …“

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Freitag, den 21. Juli 2017 um 17:50 Uhr in der ARD und Eurosport 1.

Nachbericht:

  • Also erst einmal, schöne Trikots. Russlands hellblau bei den Auswärtstrikots war sehr schön und das Blau-Gelb der Schwedinnen, was wirklich aussieht wie direkt aus dem Eintracht-Braunschweig Fanshop, gefällt mir natürlich auch.
  • Das war jetzt nicht das Spiel der russischen Torfrau. Beide Tore ein Lehrbeispiel für zukünftige Torfrauen, wie man möglichst nicht im oder vor dem Tor agieren sollte. Zum einen Abwehrversuche viel zu weit vor dem Tor, die man nicht erwischt und zum anderen, wie man nicht abschlagen sollte. Bitter. Die Arme.
  • Nach dem, nennen wir es einfach mal ruppigem Spiel gegen Italien, spielte Russland doch eher zurückhaltend und war den Schwedinnen doch recht deutlich unterlegen. Nach den beiden spannenden Spielen der Gruppe A gestern war dieses aus meiner Sicht eher spannungsärmer. Da traute man sich auch mal aufzustehen und Schokolade zu holen.
  • Die Russinnen wurden gegen Ende auch nicht viel besser und so wurde das Spiel auch nicht spannender. Da fällt einem auch nix mehr ein. Wenigstens gab es mehr als ein Tor.
  • Beim Tippspiel hab ich dann doch anders getippt. Dumme Idee.  Denn Unentschieden gab es definitiv nicht.
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Deutschland – Schweden (0:0)

Vorbericht:

  • Bei den ersten Testspielen im Herbst vergangenen Jahres schoss es vielen von euch sicherlich auch durch den Kopf, die Frage, das große Warum – nach der Trikotauswahl der DFB-Frauen! Jedenfalls mir ging es so. Denn mal ganz im ernst, wer zur Hölle denkt sich weiße Poloshirts und weiße Hosen dazu aus. Weiße Hosen!!!!!
  • Deutschland, der große Favorit trifft auf seinen ersten Gegner der EM und auch den stärksten der eigenen Gruppe – die Schwedinnen.
  • Rein statistisch braucht man sich da wenig Sorgen zu machen, die Schwedinnen siegten seit 35 Jahren nicht mehr gegen die Deutschen und flogen auch zuletzt bei Olympia, WM und EM gegen das Team der deutschen Frauenfußballerinnen raus. Leider spielen ja nicht die Statistiker, deswegen ist ein wenig Sorge sicherlich nicht unangebracht.
  • Interessant sicherlich auch die Frage, wer tatsächlich im Kader der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft in der Startelf steht. Ich schätze mal Almuth ist immer noch gesetzt, trotz des groben Schnitzers im Testspiel. Marozsán wird sicherlich auch spielen. Danach ist das schon eher raten, immerhin ist es das erste ernstzunehmende Pflichtspiel von Steffi Jones.
  • Die Schwedinnen sind mir ja sympathisch, allgemein, aber auch dafür, dass sie die Farben Gelb-Blau tragen. Trotzdem hoffe ich mal, dass das Team von Steffi Jones sie in einem packenden Duell einfach so wegputzt.
  • Daher mein Pro-Tipp 3:2 für Deutschland und davon mindestens ein Gegentor, mehr oder weniger selbst verursacht, für den Blutdruck.
  • Und zur Einstimmung sollte sich jeder von euch nochmal das wundervolle Lied der DFB-Frauen zur diesjährigen EM „Jetzt komm‘ wir“ anhören. Mehrmals. Um in Stimmung zu kommen. Na, wer schafft es mehr als einmal?!

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Montag, 17. Juli 2017 ab 20:15 Uhr auf ZDF und Eurosport 1

Zum Nachlesen qualifizierter Meinungen:
Frauen-EM: Dominante DFB-Elf plant nächsten Streich (via womensoccer.de)
„Ein ganz, ganz geiles Turnier“ (via cornerkick.de)

Nachbericht:

  • Die Aufstellung der deutschen Fussballerinnen hat mich schon stark an meinem Tipp zweifeln lassen. Einige Spielerinnen schienen jedenfalls nicht aufgrund ihrer konstant guten bis herausragende Leistung in der vergangenen Saison bzw. Nationalmanschaftsjahr ausgewählt worden zu sein. Ich hoffte also, die Eingebung von Steffi Jones während des Spiels zu verstehen.
  • Ja, hab ich nicht so verstanden. Wenn ich jetzt sagen würde, dass es eine große Freude war, das Spiel zu verfolgen, würde ich die Unwahrheit sagen. Zwischenzeitlich lief ja fast gar nichts.
  • „Russland gegen Italien war mehr Fussball“ interpretiere ich ganz frei die Liebste, die da tatsächlich enthusiastischer war.
  • Daher ein gerechtes Unentschieden. Zwar ein paar gute Chancen, gerade gegen Ende, aber das Tor wurde trotzdem nicht getroffen. Und nur das kürt ja die Siegerinnen. Die deutsche Abwehr hielt tatsächlich, auch wenn da schonnmal ein paar Momente warenm wo man nicht hingucken wollte. Aber die Erwartungen, die die deutsche Nationalelf so medial schürte, finde ich, hat sie nicht erfüllt. Für einen starken Gegner wie Schweden reicht es scheinbar doch noch nicht um das Spiel zu dominieren. Aber man kann sich ja noch steigern. Und die Null steht.

Dänemark – Belgien (1:0)

Vorbericht:

  • Die Dänische Nationalmannschaft der Frauen besucht seit 1989 jede EM und ist auch im vergangenen Jahr bis ins Halbfinale gekommen. Das ist doch schon einmal eine EM-Vita die sich sehen lassen kann.
  • Dabei hatte Dänemark vor 4 Jahren überraschend die französische Nationalmannschaft im Viertelfinale aus dem Turnier geschmissen. Schaffen sie in diesem Jahr auch so eine Überraschung? Immerhin könnten sie auf die Deutsche Frauennationalmannschaft stoßen (genauso wie die drei anderen Teams natürlich auch).
  • Die EM-Qualifikation schlossen die Däninnen dabei mit nur einem Gegentor ab. Eine Leistung die für eine gesunde Defensive spricht (wobei die deutsche Nationalmannschaft sogar null Gegentore hatte und da würde ich die Defensive auch nicht zwangsläufig als stabiles Herzstück feiern).
  • Belgien sind absolute Frischlinge bei der EM, ich kann mich nicht aktiv an ein Spiel mit belgischer Beteiligung erinnern. Keine Ahnung. Geheimtipp? Abgeschlagen?
  • Ich finde die Trikots von Belgien hübsch. Erinnert ein bisschen an das Auswärtstrikot der deutschen Frauennationalmannschaft 2011 bei der heimischen WM. Und das fand ich auch gut.
  • Ich freue mich besonders auf das Spiel, denn es fällt mir schwer beide Mannschaften vernünftig einzuschätzen. Von daher tue ich mich auch mit einem Tipp schwer. Also ist das naheliegendste eigentlich ein Unentschieden und aufgrund der EM-Quali-Torbilanz ein schönes 0:0.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Sonntag, 16. Juli 2017 ab 20:30 Uhr im ZDF-Livestream und auf Eurosport 1.

Nachbericht:

  • Kaum guckte man, schon schießt Dänemark ein Tor. Mein Tipp war also schon einmal daneben. Belgien spielte mit Auswärtstrikots, die nicht so hübsch sind. Tja, fing nicht so gut an.
  • Nach dem doch recht offensiven Fussballfest Niederlande gegen Norwegen war das eher beschaulich. Langweilig wäre etwas überzogen, aber man traute sich auch mal in den Keller um Getränke zu holen. Gegen Ende wurde es dann aber nochmal spannend.
  • Ständig sah oder hörte man die Namen Pernille Harder oder Tessa Wullaert. Zeitweise dachte ich, ich schaue ein Wolfsburgspiel. Gegen die Kölnerinnen, wo ja die dänische Torfrau Petersen tätig ist.
  • Nach dem Schock des frühen Tores kam Belgien aber sehr gut fand ich. Hatte in der zweiten Halbzeit einige starke Szenen. Gebracht hat es aber leider auch nichts. Finde ein Unentschieden wäre auch wirklich gerecht gewesen.