WM-Qualifikation: Deutschland – Island (2:3)

Vorbericht:

  • „Huh“ Island ist zu Gast in Wiesbaden um das nächste Spiel in der  WM-Qualifikations-Gruppe 5 gegen Deutschland zu bestreiten.
  • Island durften wir bereits bei der EM, wo sie ihr Debüt feierten, bewundern. Auf dem Papier konnte Island mit dem vorzeitigen Ausscheiden in der Gruppenphase zwar nicht begeistern, auf dem Feld boten sie aber gegen Schwergewichte wie z.B. die französische Nationalmannschaft eine sehenswerte Leistung, die leider nicht belohnt wurde.
  • Können sich die Isländerinnen nun in der Qualifikation belohnen und diese entgegen aller Erwartungen als Gruppenerste abschließen? Um das zu bewerkstelligen, sollte man hier aber punkten.
  • Für das deutsche Team können Kapitänin Dzsenifer Maroszán und Sara Däbritz dieses Mal verletzungsbedingt jedenfalls nicht aushelfen.
  • Bekannteste Spielerinnen für deutsche Zuschauer dürfte sicherlich immer noch Sara Gunnarsdóttir sein, die für den Vfl Wolfsburg spielt.

Vorbericht ist leider aus technischen Gründen nicht vorher veröffentlicht worden, aber da ich es ja schon geschrieben hatte …

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Freitag, 20. Oktober 2017 ab 15:45 Uhr im ZDF.

Nachbericht:

  • Wenn in einem Spiel die ehemalige Trainerin, die mit der Nationalmannschaft alles was man gewinnen konnte auch gewonnen hat, gefühlt mehr einblendete als die aktuelle Trainerin, sagt das wohl viel aus über das Spiel.
  • 2:3 verlor man gegen Island. Dabei spielte Island großartig und Deutschland eher nicht. Man könnte auch sagen das Spiel der deutschen Fußballspielerinnen war voller Fehler, Unsicherheiten und Ungenauigkeiten und passt nicht in das Bild einer Mannschaft, die noch im vergangenen Jahr Olympia-Gold gewonnen hat.
  • Kurz eingeworfen  (nicht lang wie bei Island): Nur die Gruppenersten fahren definitiv zur WM. Bei den Gruppenzweiten sollte man schon unter den besten vier sein. Normalerweise eine Tatsache, die Deutschland nicht groß tangiert. Wenn man nicht verliert wie so die letzten Jahrzehnte bisher,  ist das auch nie ein Thema gewesen.
  • Derweil in den Niederlanden: In grellem Neon-Orange gehüllt, die EM-Trophäe schön unterm Arm geklemmt, stimmt man bereits ein ungewohntes Lied an: „Ohne Deutschland, fahrn wir zur WM, ohne Deutschland …“
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Nachbericht 3. Spieltag, Gruppe C

Nachbericht Gruppe C, letzter Spieltag, Schweiz gegen Frankreich:

  • Ich hatte ja gesagt, die Gruppe C enttäuscht uns nicht, und ich finde das tat sie hier auch nicht. Jedenfalls bei dem Kampf um das Weiterkommen der Französinnen gegen die Eidgenossinnen.
  • Hach, was war das spannend, die Schweiz ging in Führung, Frankreich musste zu zehnt weiterspielen, die Schweiz versuchte sich im Verteidigen, hätte aber vielleicht doch lieber noch ein Tor schießen sollen, denn Frankreich glich spät doch noch aus und die Schweiz brauchte einen Sieg um weiter zu kommen.
  • Der Sieg kam nicht. Unverdient wäre er jetzt nicht gewesen. Aber jetzt auch nicht so, dass man verdient hätte sagen können. Insgesamt hat sich die Schweiz gesteigert und gegen Frankreich ein gutes Spiel geliefert, aber das 1:1 reichte halt nicht und aus der Überzahl wusste man auch nichts zu machen.
  • Die Französinnen waren dieses Mal auch kurz davor, bereits in der Vorrunde auszuscheiden. Normalerweise warten sie ja bis zum Viertelfinale. Aber da haben sie ja jetzt Gelegenheit zu. Insgesamt keine Vorstellung, die jetzt nach EM-Titel schreit, aber weiter ist weiter. Und mit 10 Frauen muss man auch erst einmal zum Unentschieden kommen.
  • Frankreich trifft jetzt auf den aktuellen Favoriten England. Da bin ich mal sehr gespannt. Gruppenerste sind sie ja nicht geworden und damit haben sie mir beim Tippspiel auch noch meine Punkte für den Gruppensieger verbaut. Mmmh. Da hätten sie eigentlich auch direkt ausscheiden können. Für die Schweiz hätte es mich ja gefreut.

Nachbericht Gruppe C, letzter Spieltag, Island gegen Österreich:

  • Island stand ja schon als Viertplatzierter fest. Österreich hatte die besten Chancen aufs Weiterkommen. Die nutzten sie auch. Öfters.
  • 3 Mal trafen die Österreicherinnen. Was für eine offensive Fußballmacht. Wahnsinn. Gut, gegen Island kann man jetzt sagen, aber das muss frau auch erstmal schaffen. Drei Tore. In einem Spiel. Ohne Gegentore. Mehr schafften nur die Engländerinnen.
  • Ich gebe zu, da das zweite Spiel spannender war (jedenfalls vom Ergebnis her), hat man sich eher darauf konzentriert. Also ich.
  • Im Viertelfinale treffen die Österreicherinnen nun auf Spanien mit ihrem ertragsarmen Ballbesitzfußball.
  • „Huh!“ (via eurosport.de)
Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1. Österreich 3 2 1 0 5:1 +4 7
2. Frankreich 3 1 2 0 3:2 +1 5
3. Schweiz 3 1 1 1 3:3 ±0 4
4. Island 3 0 0 3 1:6 −5 0

Island – Österreich (0:3)

Vorbericht:

  • Premiere! Die tapferen Isländerinnen mit ihrem „Huh!“ treffen zum ersten Mal überhaupt auf die spielstarken Österreicherinnen.
  • Für Island ist die Messe gelesen. Egal wie das Spiel ausgeht, sie scheiden als Gruppenvierte aus. Das hat allerdings die Italienerinnen, denen es ja ähnlich ging, auch nicht aufgehalten, die Schwedinnen zu besiegen. Und Island wirkt nun wirklich wie eine Mannschaft, die es nochmal wissen will und alles gibt. Wikingerblut! „Huh!“.
  • Ich finde die isländische Hymne ja grauenvoll. Einschläfernd. Aber gut, ich muss ja auch nicht alles mögen.
  • Ich will jetzt nicht sagen, die Österreicherinnen sind die größte (positive) Überraschung der bisherigen EM, Experten hätten es vermutlich vorausgeahnt, aber zumindest ich war doch angetan davon, wie Österreich nicht nur die Schweizerinnen souverän bezwang, sondern auch den Französinnen ein Unentschieden abluchste.
  • Damit würde Österreich, um aus eigener Kraft weiter zu kommen, ein unentschieden reichen. Falls sie verlieren sollten, würden sie aber auch weiterkommen, sofern die Schweiz nicht gegen Frankreich gewinnt.
  • Aus mir unbekannten Gründen senden ONE und Eurosport1 wieder parallel das Spiel Schweiz – Frankreich. Das heißt, dieses Spiel ist wieder nur über Internet verfügbar. Ein bisschen schade, man könnte sich das ja mal teilen. Würde vermutlich auch der Quote helfen. Aber gut, das Spiel gibt es ja bei der Sportschau webexklusiv.
  • Ich denke, wir werden einen harten Kampf (vielleicht mal ohne lange Behandlungspausen) sehen, aber ich denke nicht, dass sich Österreich da noch die Butter vom Brot nehmen lässt.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Mittwoch, 26. Juli 2017 um 20:40 Uhr auf Sportschau.de und Eurosport 2 (Pay-TV).

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff Punkte
1. Frankreich 2 1 1 0 2:1  +1 4
2. Österreich 2 1 1 0 2:1  +1 4
3. Schweiz 2 1 0 1 2:2  ±0 3
4. Island 2 0 0 2 1:3  −2 0

Island – Schweiz (1:2)

Vorbericht:

  • „Huh! Huh! Huh!“
  • Angeblich sollen sich ja 10.000 begeisterte Isländerinnen und Isländer auf den Weg nach Holland und in das Stadion De Vijverberg im eher beschaulichen Doetinchem machen.
  • Für ein Land, das gerade mal 340.000 Einwohner zählt, ist das schon ne Menge. Und die waren ja schon mit 2.000 Fans und trotz der Niederlage gegen Frankreich wirklich beeindruckend (via Soccerdonna).
  • Viele Fans beflügelt ja. Und die Isländerinnen sind eine kämpfende Mannschaft. Ich kann mir schon vorstellen, dass da was geht.
  • Die Schweiz hatte beim Spiel gegen Österreich auch verloren und auch keinen echten Sahnetag erwischt. Vielleicht kommen Ramona Bachmann (wenn sie mal abspielt), Lara Dickenmann und Co. ja heute etwas besser in Fahrt? Ansich ist die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg ja keine schlechte.
  • Meine Frau erklärte mir, Doetinchem wird im Fernsehen immer falsch ausgesprochen. Ich find das für Nicht-Niederländer auch nicht so einfach, zu erkennen wie das ausgesprochen werden sollte. Ich bin auch nicht so das Sprachgenie. Aber es ist mehr so ein ‚Dutechem‘. Ja, meinen Fachblog lesen bildet.
  • Ja, schwer. Ich bin da unentschlossen und denke es ist ausgeglichen.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Samstag, den 22. Juli 2017 um 17:45 Uhr auf ZDF und Eurosport 1.

Nachbericht:

  • Ein unterhaltsames Spiel. Intensiv, viele Chancen. Die Eidgenossinnen mit viel Ballbesitz. Die Isländerinnen eher auf ruppige Zweikämpfe ausgelegt.
  • Die isländischen Fans waren tatsächlich sehr zahlreich vertreten, die eine Seite im Stadion war komplett blau.
  • Wer mal die Behandlung einer blutenden Kopfwunde inkl. Nähen auf dem Rasen sehen wollte, der konnte das heute ungefähr 10 Minuten lang auf dem Rasen beobachten bei der Schweizer Torhüterin Thalmann. Die spielte übrigens, mit dicken Kopfverband, weiter. Der Herr Nagelsmann feiert gerade. Übrigens sehr fair und angenehm fand ich, dass die isländischen Fans klatschten, als Thalmann sich hinsetze und scheinbar sonst unverletzt war. So ist der Frauenfußball auch. Wobei die Isländer das vermutlich auch bei den Männern gemacht hätten.
  • Wegen der spontanen, ambulanten Kleinoperation gab es 11 Minuten Nachspielzeit. Kann mich an kein Spiel erinnern, wo ich das mal miterlebt habe.
  • Sif Atladóttir (Rückennummer 2) hat nen Hammer-Einwurf. Respekt!
  • Inka Grings hat man auch mal wieder gesehen.
  • Und weil man immer so oft meckert, mal was positives, der Martin Schneider hat im ZDF wirklich sehr angenehm kommentiert. Man bekam keine Kopfschmerzen, den Ortsnamen sprach er korrekt aus und die Informationen waren auch ansprechend. Weiter so!

Frankreich – Island (1:0)

Vorbericht:

  • Einer der Top-Favoriten betritt nun das Spielfeld. Die seit vielen Jahren hoch gehandelten Französinnen starten den nächsten Versuch auf einen Titel. Oder wenigstens eine Finalteilnahme. Oder ein Halbfinale.
  • Denn die als so stark eingeschätzte und hochkarätig besetzte Frauennationalelf aus Frankreich scheiterte in den letzten drei großen Turniere immer im Viertelfinale. Schaffen sie es in diesem Jahr weiter? Ich denke schon.
  • Die Isländerinnen sind indes auch keine unbekannten. Hier freue ich mich aber vor allen Dingen darauf mal zu hören, wie die Kommentatorinnen die Namen richtig aussprechen oder auch mal ein berühmtes Wikinger-„Huh“ zu hören.
  • In Tilburg, wo gespielt wird, spielt übrigens als nächstes die deutsche Nationalmannschaft, da kann man dann auch gleich auch das König-Wilhelm-II.-Stadion mitbetrachten.
  • Ich wünsche ja den Isländerinnen den Sieg, aber ich tippe darauf, das es anders kommen wird, daher Sieg für Frankreich.
  • Die Französinnen haben bestimmt keinen so schönen EM-Song wie wir! Und haben noch nie einen Titel gewonnen! Bäääm! Dabei bleibt es auch. Denke ich. Immerhin habe ich immer auf die Französinnen als Europameister/Weltmeister getippt und damit immer falsch gelegen. Das wird auch diesmal so sein. Soviel Glück hab ich beim Tippen nie.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Am Dienstag, den 18. Juli 2017, ab 20:30 Uhr auf Eurosport 1 und Sportschau-Livestream (eigentlich wäre ja One dran, aber, die Programmplanung sagt schon was anderes).

⁠⁠⁠Nachbericht:

  • Also wer auf große Torfeste steht, der ist diese EM schon ganz schön enttäuscht. 1:0 scheint so der Standard zu sein. Oder gar kein Törchen.
  • Auch die großen Favoriten brachten da kaum was aufs Parkett. Gegen die Frauenfußballgroßmacht Island kriegte Frankreich nur ein Tor durch Elfmeter hin. Andere vermeintliche Favoriten schafften ja nicht einmal das.
  • Wer die isländische Mannschaft und ihre Fans sympathisch findet und sie 85 Minuten gegen ein Gegentor ankämpfen sehen möchte, der hatte allerdings was von diesem Spiel. Schade das es nicht geklappt hat. Den Isländerinnen gönne ich es ja.
  • „Huh!“ Hab ich erwähnt das ich die Isländerinnen und ihre Fans cool finde. Sogar der Präsident soll im Fanblock mit dabei gewesen sein (via Twitter)! Beim Frauenfussball! Und trotz Gegentor wurde die Mannschaft noch gefeiert. Das ist doch geil.
  • Ich wollte es ja eigentlich vermeiden, diese Oberflächlichkeiten: Die heißeste Spielerin, die süßeste Spielerfrau, die schönste wetterfesteste Schminke. Das interessiert uns in diesem Fachblog natürlich nicht! Aber da einige Spiele ja nicht so der Brüller waren und nie mehr als 1 Tor fiel, hier ein Sahneschnitten-Tipp: Angeblich ist der isländische Trainer Freyr Alexandersson echt gutaussehend und ein „Schnuckelchen“. Gut, ist nicht so meins, aber ich bin da auch kein Maßstab, aber ich wollte diese Information mal weiter gegeben haben.