WM-Qualifikation: Deutschland – Färöer (11:0)

Vorbericht:

  • Nach der Niederlage gegen Island ist die Stimmung im Lager der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen im Keller. Die Zeit der liebevollen Kosenamen scheint vorbei. Peitsche statt gemeinsames Grillen und Kickertisch. Spielanalyse statt Klassenfahrt.
  • Deutschland muss jetzt in der  WM-Qualifikations-Gruppe 5 liefern, sprich siegen. Der 1. Platz ist gefährdet. Wird man Zweiter – und so sieht es nach aktuellem Stand aus – muss Deutschland als einer der vier besten Zweitplatzierten abschließen und die Play-Offs für den letzten WM-Platz gewinnen um noch zur WM nach Frankreich zu fahren. Das gilt es zu vermeiden.
  • Gegen die Färöer sollten 3 Punkte aber kein großes Problem sein. Gruppengegner Island und Tschechien gewannen bereits haushoch mit jeweils 8:0.
  • Die Färöer Inseln  sind übrigens eine autonome Inselgruppe im Nordatlantik unter dänischer Krone, die circa 50.000 Einwohner zählen.
  • Gespielt wird in der badenwürtembergischen Weltmetropole Großaspach, bekannt durch den 3. Liga Verein SG Sonnenhof Großaspach und Konzerte von Andrea Berg.
  • 16:10 Uhr an einem Dienstag ist auch die geeignete Zeit um in einer wenig besiedelten Region das Stadion voll zu bekommen. Frage mich, warum man sich da wundert, wieso niemand mehr als Zuschauer ins Stadion findet.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Dienstag, 24. Oktober 2017 ab 16:00 Uhr in der ARD.

Nachbericht:

  • Es war tatsächlich das erhoffte Torfestival. Sogar ein bisschen mehr. 11 Tore ist doch schon was. Aber gegen die Färöer natürlich ohne echte Aussagekraft. Für die Mitarbeiterinnen am Live-Ticker aber sicher eine unangenehme Aufgabe, da kam man ja teilweise nicht hinterher. Aber man zeigte, dass man zumindest weiß wo das Tor steht und auch rein treffen kann. Das ist doch schon einmal was.
  • Herr Grindel war da. Fans des deutschen Frauenfußballs ist er ja mangels Präsenz eher unbekannt. Aber gut, nach Großaspach gegen die Färöer kann man mal kommen. Aber vielleicht kommt er auch nur wenn die Chance groß ist sehr viele Tore zu sehen. Schien aber auch nicht so packend gewesen zu sein.
  • Es sind die kleinen Dinge die zählen bei den Färöerinnen. Da wird auch mal geklatscht wenn das Tor wegen Abseits nicht gegeben wird. Auch super, der scheinbar einzige Fan der Mannschaft mit dem von den Spielerinnen unterschriebenen Trikot.
  • Anmerkung am Rande, freut mich, dass Lea Schüller ihr Startelfdebüt hatte und Hasret Kayikci 4 Tore schießen konnte.
Advertisements

Ribbeck und Jones im Traineramt – Lyrik für gefrustete unkreative FußballfreundInnen

Ribbeck und Jones im Traineramt

Herr Ribbeck aus Wuppertal im Traineramt
Mit der Nationalmannschaft der Herren keinen Erfolg er fand
17 Jahre ist dies her
Doch gedenken viele dessen noch immer sehr

Frau Jones aus Frankfurt im Traineramt
Mit der Nationalmannschaft der Frauen ihr viel misslang
Der EM-Titel war futsch noch eh es begann
Die WM-Quali in Gefahr und nun kein Garant

1998 die letzte Quali-Niederlage war
Gegen Island 2017 die nächste man sah
Keine Regenströme weit und breit
Fahrige Unsicherheit brachte das Leid

Island spielte auf wie die Großen
Ließ Deutschland kaum Chancen mit 3 ganzen Toren
Nun spielt Jones ihre Mannschaftes als nächstes gegen Faröer
Sollte aufwerten die Spiele-Bilanz und machen sie schöner

Hoffentlich.

Huh!

In Anlehnung an „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane (Idee aufgeschnappt irgendwie auf Twitter)

WM-Qualifikation: Deutschland – Island (2:3)

Vorbericht:

  • „Huh“ Island ist zu Gast in Wiesbaden um das nächste Spiel in der  WM-Qualifikations-Gruppe 5 gegen Deutschland zu bestreiten.
  • Island durften wir bereits bei der EM, wo sie ihr Debüt feierten, bewundern. Auf dem Papier konnte Island mit dem vorzeitigen Ausscheiden in der Gruppenphase zwar nicht begeistern, auf dem Feld boten sie aber gegen Schwergewichte wie z.B. die französische Nationalmannschaft eine sehenswerte Leistung, die leider nicht belohnt wurde.
  • Können sich die Isländerinnen nun in der Qualifikation belohnen und diese entgegen aller Erwartungen als Gruppenerste abschließen? Um das zu bewerkstelligen, sollte man hier aber punkten.
  • Für das deutsche Team können Kapitänin Dzsenifer Maroszán und Sara Däbritz dieses Mal verletzungsbedingt jedenfalls nicht aushelfen.
  • Bekannteste Spielerinnen für deutsche Zuschauer dürfte sicherlich immer noch Sara Gunnarsdóttir sein, die für den Vfl Wolfsburg spielt.

Vorbericht ist leider aus technischen Gründen nicht vorher veröffentlicht worden, aber da ich es ja schon geschrieben hatte …

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Freitag, 20. Oktober 2017 ab 15:45 Uhr im ZDF.

Nachbericht:

  • Wenn in einem Spiel die ehemalige Trainerin, die mit der Nationalmannschaft alles was man gewinnen konnte auch gewonnen hat, gefühlt mehr einblendete als die aktuelle Trainerin, sagt das wohl viel aus über das Spiel.
  • 2:3 verlor man gegen Island. Dabei spielte Island großartig und Deutschland eher nicht. Man könnte auch sagen das Spiel der deutschen Fußballspielerinnen war voller Fehler, Unsicherheiten und Ungenauigkeiten und passt nicht in das Bild einer Mannschaft, die noch im vergangenen Jahr Olympia-Gold gewonnen hat.
  • Kurz eingeworfen  (nicht lang wie bei Island): Nur die Gruppenersten fahren definitiv zur WM. Bei den Gruppenzweiten sollte man schon unter den besten vier sein. Normalerweise eine Tatsache, die Deutschland nicht groß tangiert. Wenn man nicht verliert wie so die letzten Jahrzehnte bisher,  ist das auch nie ein Thema gewesen.
  • Derweil in den Niederlanden: In grellem Neon-Orange gehüllt, die EM-Trophäe schön unterm Arm geklemmt, stimmt man bereits ein ungewohntes Lied an: „Ohne Deutschland, fahrn wir zur WM, ohne Deutschland …“

WM-Qualifikation: Tschechien – Deutschland (0:1)

Vorbericht:

  • Unsere deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen will weiterhin zur WM. Nächster Gegner in der WM-Qualifikations-Gruppe 5 ist Tschechien in Tschechien, genauer gesagt der nah an der deutschen Grenze liegenden Stadt Ústí nad Labem.
  • Die tschechische Fußballnationalmannschaft der Frauen hat auch schon ganz schön vorgelegt und liegt in der Tabelle auch vor Deutschland, denn sie hat bereits 8:0 gegen die Färöer gewonnen und damit 2 Tore mehr bei jeweils 3 Punkten.
  • Sollte Deutschland gewinnen, und das hoffen wir doch mal alle, dann ändert sich das aber natürlich. Die Statistik spricht jedenfalls dafür. Vor 10 Jahren in Gera war das letzte Spiel, das gewann Deutschland 5:0 (damals noch mit 2 Toren von Birgit Prinz –  via sport.de).
  • Bekanntes Gesicht bei Tschechien ist z.B. die Kapitänin und Neu-Bayern-Spielerin Lucie Voňková. Ansonsten spielen viele vermutlich bei den CL-Teilnehmern Prag (Sparta) und Prag (Slavia).
  • Ich fand das Spiel gegen Slowenien eigentlich ganz okay. Mal schauen wie sie sich gegen die Tschechen schlagen.Und ich bin gespannt wie sich die „neuere“ Nationalmannschaft so schlägt. Schauen wir mal.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Dienstag, 19. September 2017 ab 17:45 Uhr in der ARD.

Nachbericht:

  • Ich vermisse die schönen bunten Blusen der Bundestrainerin. Gerade in Zeiten, wo es nicht so optimal läuft, haben sie den enttäuscht-genervt-fassungslosen Blick doch etwas abgemildert. Finde ich. Und schlimmer als die Auswärtstrikots waren sie auch nicht.
  • Zum Thema schön. Also das war das Spiel diesmal leider nicht. Spannend schon, aber eher die unnötige Sorte. Auch wenn das fälschlicherweise nicht gegebene Abseitstor von unser aller Kapitänin Marozsán ja doch auch was fürs Auge war. In diesem Fall halt fürs Weinende.
  • 1:0 gewonnen durch ein Eigentor ist jetzt auch nicht so ein Ergebnis, mit dem man angeben will, aber danach fragt ja keiner. Dank der super Leistung von Almuth-Ersatz Laura Benkrath gab es auch kein Gegentor. Und 3 Punkte die man mitnimmt. Gegen Island sollte da aber vielleicht doch eine Steigerung her. Von der WM ganz zu schweigen.
  • Tschechien hat das auch gut gemacht. Immer sofort drauf auf Ball und Frau. Man kann jetzt auch nicht sagen, dass sie nicht ernsthaft versucht haben, da was für sich rauszuholen.

WM-Qualifikation: Deutschland – Slowenien (6:0)

Vorbericht:

  • Nach der EM ist für die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen ja vor der WM. Damit man dorthin fahren kann, muss man wie alle anderen auch (außer Gastgeber Frankreich natürlich) aber erst einmal die WM-Qualifikation bestehen. Dafür muss man entweder erster in einer Gruppe von fünf Nationen werden. Oder man ist einer der vier besten Zweitplatzierten bei insgesamt 7 Gruppen.
  • Deutschland ist in der WM-Qualifikations-Gruppe 5 zusammen mit den großen Frauenfußballnationen aus Tschechien, Island, Färöer und die für dieses Spiel vorgesehene Mannschaft aus Slowenien.
  • Deutschland hat von den insgesamt bestrittenen 42 Qualifikationsspielen für eine Weltmeisterschaft gerade mal 2 Spiele verloren und 1 mit einem Unentschieden beendet. Das alles bei insgesamt 14 Gegentoren und mit 215 selbst geschossenen.  Bei der letzten Niederlage zahlte man für die Eintrittskarten auch noch in D-Mark. Das Qualifikationsspiel vor 4 Jahren gegen den jetzigen Gegner Slowenien  war mit 13:0 übrigens auch das torreichste Spiel in dem Wettbewerb (das Rückspiel gewann man allerdings nur noch mit 4:0). (via zdf.de und wikipedia.de )
  • Damit ist vermutlich zu den Chancen alles Wichtige gesagt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Slowenien hier ernsthafte Probleme bereitet, ist auch bei einer nicht so guten Verfassung der deutschen Mannschaft eher gering und man bekommt doch den leichten Eindruck, dass Steffi Jones das jetzt eher als Test für ihre Damen sieht und nicht als ernsthafte Herausforderung.
  • Neu mit dabei sind diesmal u.a. Joelle Wedemeyer vom Vfl Wolfsburg, was mich freut, da ich sie gerne spielen sehe, mich aber auch wundert, da sie aufgrund der Konkurrenz in Wolfsburg eigentlich so gut wie nie spielt. Ich würde mir aber wünschen, dass sie tatsächlich spielt und sich da vielleicht auch entsprechend präsentieren kann.
  • Slowenien war weder bei einer EM noch bei einer WM jemals dabei. Größere Namen, die man so aus Funk und Fernsehen kennt, sucht man auch eher länger. Mateja Zver zum Beispiel aber wird man voraussichtlich in der UEFA Women’s Champions League erleben dürfen, Sie spielt nämlich für die österreichischen Meister aus St. Pölten.
  • Gespielt wird in der bayrischen Autometropole Ingolstadt, bei vorausgesagten spätsommerlichen 13 Grad Celsius und einer Regenwahrscheinlichkeit von 22 %.
  • Und ich bin gespannt wie sich die „neuere“ Nationalmannschaft so schlägt. Schauen wir mal.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Samstag, 16. September 2017 ab 13:45 Uhr im ZDF und im ZDF-Livestream.

Nach der EM ist vor… ja, gute Frage, was mache ich eigentlich mit meinem Blog

Das Frauen-EM Finale wurde schon vor ein paar Wochen gespielt, die erste Runde des DFB-Pokals 2017/2018 ist gelaufen (via womensoccer.de) und die zweite Runde wurde heute gelost (via cornerkick.de).

Ich sehne mich wieder nach Frauenfußball. Die 3 Wochen ohne Frauenfußball waren doch lang. Zur U19-EM war ich im Urlaub. Und vom DFB Pokal wurde ja nichts im Fernsehen übertragen. Deswegen freue ich mich sehr, dass in fünf Tagen die Frauenbundesliga in die neue Saison startet. Wird auch Zeit. Über unsere Erwartungen, was die Liga angeht, haben wir bei Lottes Erbinnen auch schon gepodcastet.

Und was mache ich jetzt mit diesem Blog? Eigentlich wollte ich es nur als Projektblog für die Frauen-EM machen, aber irgendwie macht mir das bloggen Spaß und wenn ich schon für meinen Podcast recherchiere, kann ich ja auch gleich noch was schreiben.

Mein erster Gedanke war dann auch, ich kann es ja weiter machen und über die Frauenbundesliga bloggen, aber ich glaube, dass eine Bundesliga-Saison mit 12 Mannschaften eigentlich nicht so in mein Konzept passt, unnützes Wissen über die jeweiligen Mannschaften kund zu tun. Vielleicht versuche ich für mich aber mal, die neuen Übertragungsrechte zu entwirren.

In Bezug auf das vergangene europäische Turnier böte sich dann also das nächste europäische Turnier als Blog-Projekt geradezu an, nämlich die UEFA Women’s Champions League. Heute liefen die letzten Qualifikationsspiele. Am 1. September wird dann das Sechzehntelfinale ausgelost und ab Oktober geht es los. 32 Mannschaften treten in der Hauptrunde an, viele bekannte Teams wie z.B. die amtierenden Deutschen Meisterinnen vom Vfl Wolfsburg und die Fußballballerinnen vom Vize FC Bayern München sind dabei, aber sicherlich auch einige Mannschaften, die man nicht so gut kennt. Also jedenfalls kenne ich nicht alle Mannschaften. Aber ich versuche sie bald kennenzulernen. Leider kann man ja nicht alle Spiele im Fernsehen ansehen (ich würde sagen fast gar keine), daher gibt es eher lange Vorberichte und dann eine Zusammenfassung der Ergebnisse und ggf. Berichte von den gezeigten Spielen. Wenn es was im Fernsehen oder Stream gibt, verweise ich selbstverständlich darauf.

Außerdem blogge ich wohl auch über die WM-Quali und das eine oder andere DFB-Pokal-Spiel oder worauf ich sonst so Lust habe. Vielleicht schaffe ich es auch endlich mal, live vor Ort zu sein, um dann auch wichtige Fragestellungen wie die Anzahl der Frauen-WCs und Bezahlung-mit-Bargeld-möglich einzugehen.  Außerdem werde ich natürlich noch auf Google meinen Frauenfußball-Free-TV-und-Livestream-Kalender pflegen, mit allen Free-TV Übertragungen.

Weitere Gedanken zum Blog schiebe ich dann noch weiter vor mir her, z.B. ob ich  ich mit dem Blog auf eine auf meinem Server gehostete WordPress-Seite umziehe, oder nutze ich gleich Serendipity? Bringt das mehr?  Kann ich problemlos umziehen? Oder ganz was anderes machen? Vielleicht sollte ich meine Freizeit in was sinnvolleres investieren und das richtige Anwenden einer Haarspülung auf youtube präsentieren? Naja, vielleicht doch lieber ein Frauenfußball-Tagebuch ohne Expertise.

Finale: Niederlande – Dänemark (4:2)

Vorbericht:

  • Es ist Finale! Bei der Frauenfußball-Europameisterschaft 2017! In den Niederlanden! In Enschede!
  • 30 Spiele haben wir gesehen, um bis hierher zu kommen. Dabei sind 14 Mannschaften in der Gruppenphase oder in den Playoffs ausgeschieden. Nur Gastgeber Niederlande und Dänemark haben es (zum ersten Mal für beide) ins Finale geschafft.
  • „Hup Holland Hup!“
  • Bei den Gastgeberinnen ist Party angesagt. Und man muss sagen, sie sind ja auch absolut verdient weit gekommen. Starker, offensiver, dominanter Fußball. Kein Elfmeterschießen, keine Zittersiege, 9 Punkte Ausbeute in der Gruppenphase. Viel souveräner kann man ja eigentlich nicht weiter kommen.
  • Dänemark war nicht sooo souverän, aber das Ergebnis ist ja bekanntlich entscheidend und sollten sie im Finale auch gewinnen, wird da später keiner mehr sagen „Ja, ne, Europameister gut, aber das Viertelfinale war ausbaufähig und ins Elfmeterschießen mussten sie im Halbfinale auch und die Gruppenphase erst…!“.
  • Der Gewinner dieser EM kommt auf jeden Fall schon einmal aus der Gruppe A. Da war auch das letzte Spiel der beiden Kontrahenten. Das gewann die Niederlande mit 1:0 durch ein Elfmetertor von Sherida Spitse. Gelingt das diesmal auch?
  • Laut wetter.de liegt zum aktuellen Zeitpunkt das Regenrisiko in Enschede bei 16% | 0,01 l/m²0 % und schwachen Wind aus Westsüdwest .
  • Ich tippe mal auf Holland. Jetzt sind sie schon so weit gekommen. Und sie werden so vom Publikum angetrieben. Ich denke, jetzt holen sie auch den Pott. Ist das überhaupt ein Pott? Naja auf jeden Fall die Trophäe.
  • Erstmal eine Frikandel.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Sonntag, 6. August 2017 ab 16:30 Uhr auf ZDF und Eurosport 1.

Nachbericht:

  • Holland, Holland, Holland! Olé, olé, olé!
  • Also, die Niederlande haben in einem wirklich tollen und spannenden Spiel gegen die Däninnen mit 4:2 gewonnen. Woah! Hup Holland Hup!
  • Respekt, auch für Dänemark, tolles Spiel. Denn die Däninnen konnten auch gut dagegen halten, fand ich. Mit einem Elfmeter gingen sie gar in Führung und das zwischenzeitliche 2:1 der Niederlande glich Harder mit einem wirklich tollen Tor aus.
  • Ich war sogar im Stadion und ich muss sagen, supertoll. Tolle, herzliche Stimmung. Ich denke, ich war nicht im Fernsehen zu sehen, aber naja, ich hatte ein orangefarbenes T-Shirt an. Und hab rote Haare.
  • Herzlichen Glückwunsch an die Niederlande, die als 4. Nation überhaupt den EM-Titel der Frauen gewinnen konnten. Und ganz ehrlich, wer hätte das vor dem Turnier gedacht. Also in unserer Tipprunde niemand. Gut, aber ich mag auch nicht mehr über die Tipprunde reden …
  • Wirklich toll finde ich übrigens auch, wie unkompliziert und freundschaftlich alles zugeht. Es war kaum Polizeipräsenz nötig. Alle hatten sich lieb. Wir sind z.B. mit einer großen Gruppe Fans aus Dänemark zeitgleich am Stadion angekommen (via mein Instagram). Wir mussten alle durch einen kleinen Tunnel und da sangen die dänischen Fans dann irgendwas (keine Ahnung, was gesungen wurde, ich kann kein dänisch, sie waren aber scheinbar guter Dinge). Und als sie fertig waren, klatschten die niederländischen Fans, auf die sie zugingen. Super toll.
  • Durchschnittlich hatte die EM 2,19 Tore (via wikipedia), da kann man sich mit insgesamt 6 nicht beschweren.
  • Über das Turnier will ich mich (trotz der wenigen Tore) auch nicht beschweren. Mir haben die insgesamt 31 Spiele unheimlich Spaß gemacht und auch wenn das vielleicht nicht immer taktische Filetstücke waren, fand ich das Niveau insgesamt erstaunlich gut. Es gibt keine Kleinen mehr.
  • Das Maskottchen der EM hieß übrigens Kitty (via mein Instagram). Ist mir vorher nie aufgefallen. Ist aber noch einmal eine abschließende Mitteilung wert, finde ich.
  • Ich hoffe, der Blog hat euch Spaß gemacht und ich bedanke mich bei allen meinen Lesern und natürlich auch bei jenen, die meine Berichte retweetet oder geteilt haben!

Halbfinale: Niederlande – England (3:0)

Vorbericht:

  • Gastgeber Holland empfängt die Engländerinnen im zweiten Halbfinale des Abends.
  • Beide sind ziemlich verdient mit voller Punktausbeute aus den Gruppenspielen und einem Sieg innerhalb von 90 Minuten weiter gekommen.
  • Bei der Niederlande gefällt mir vor allen Dingen der Spirit, den so eine Gastgebermannschaft ja gerne mal hat und den sie hier auch voll für sich nutzen können. Da wird sogar die Auswechslung gefeiert. Aber reicht das auch gegen England.
  • Denn die Engländerinnen waren auch stark, allerdings würde ich hier eher sagen, sie profitieren durch starke Variabilität in der Taktik. Da wird offensiv wie Hölle gespielt, wenn man mag, und wenn nicht, ist man auf einmal 80 Minuten konstant im eigenen Strafraum.
  • Auch hier waren die beiden Halbfinalisten Gruppengegner in der Qualifikation für die EM 2013. Das erste Spiel gewann England, das zweite ging Unentschieden aus (via wikipedia.de). Zudem trafen die beiden auch 2015 im Cyprus-Cup aufeinander. Das Spiel ging ebenfalls Unentschieden aus (via soccerdonna.de)
  • Laut wetter.de liegt zum aktuellen Zeitpunkt das Regenrisiko in Enschede bei 0 %
  • Ich glaube, England ist zu stark für die Niederlande. Die lassen sich weder von ballverliebten Spanierinnen, noch von großen französischen Namen ablenken und ich schätze einfach mal, die tobende Heimkulisse der Holländerinnen ist ihnen auch egal und sie ziehen halt ihr Ding durch.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Donnerstag, 3. August 2017 ab 20:15/20:00 Uhr auf ARD, Sportschau.de und Eurosport 1.

Nachbericht:

  • „Viva Colonia“? Ist der 1. FC Köln da so stark vertreten? Nein, dank Twitter weiß ich, das „Viva Hollandia“ (via youtube.com) gesungen wird. Ich schätze aber mal, der Text ist jetzt auch nicht hochwertiger.
  • Die Party für Holland geht weiter. Shanice van den Sanden hat sich schon bei Arjen Robben erkundigt, wie man so einen EM-Halbfinalsieg richtig feiert, aber da konnte er auch nicht weiter helfen.
  • Ja, England ist raus. Ich gebe zu, ich hätte es anders eingeschätzt. Okay, ich habe, das sieht man ja auch an einem traurigen Tippergebnis, alles anders eingeschätzt.
  • Skurriles Tor auch zum Ende. Im Prinzip bereits im Siegesjubel der Holländerinnen hat England sich noch selbst ein Eigentor reingeschoben.

Halbfinale: Dänemark – Österreich (3:0 n. E.)

Vorbericht:

  • Es geht ins Halbfinale. Donnerstag ist unser Halbfinal-Tag und er beginnt mit dem Spiel Dänemark gegen Österreich.
  • Land der Berge, Land am Strome,
    Land der Äcker, Land der Dome,
    Land der Hämmer, zukunftsreich!
    Heimat großer Töchter und Söhne,
    Volk, begnadet für das Schöne,
    Vielgerühmtes Österreich.
    Vielgerühmtes Österreich.
  • Ich dachte mir, dies ist der passende Moment, sich mal mit der österreichischen Bundeshymne zu beschäftigen. Die Melodie wurde lange Zeit Mozart angehängt, dem ist aber wohl nicht so. Und als hätte man 2011 schon geahnt, wie weit die Fußballdamen kommen, hat man in dem Jahr beschlossen, nicht nur große Söhne, sondern auch große Töchter zu haben.
  • Ich finde es ja toll, mit was für einer Leistung der Underdog hier auftrumpft und würde mir ja die Sensation wünschen, Österreich im Finale in Enschede zu sehen. Tolle Team- und Fußballleistung bisher.
  • Vorher müssen die Österreicherinnen aber noch an den Däninnen vorbei. Und an denen sind ja auch die 8-fachen Europameisterinnen aus Deutschland gescheitert.
  • In einem Testspiel kurz vor der EM haben sie sich auch schon ganz gut geschlagen und die Däninnen 4:2 vom Platz gefegt (via ballverliebt.eu). Das war allerdings ein Testspiel.  In der Qualifikation für die EM 2013 hatte man sich aber bereits ernsthaft getroffen, da siegten dann einmal die Däninnen und einmal die Österreicherinnen (via wikipedia.de).
  • Bin gespannt, wie sich Dänemark schlägt, so ohne Regenwetter am Vortag. So ganz auf der Höhe wirkten sie ja im Viertelfinale eigentlich auch nicht.
  • Die Regenwahrscheinlichkeit in Breda für Donnerstag um 18 Uhr ist Stand heute Abend bei einem Risiko 23% | 0,04 l/m²
  • Ich drücke Österreich die Daumen. Auch wenn ich Dänemark mag und ich Pernille Harder toll finde, nee, ich hoffe und glaube an Österreich. Die haben es bis hier geschafft und sie schaffen es auch noch ein Stückchen weiter.
  • Weiteres dazu kann man übrigens in unserem Podcast Lottes Erbinnen Folge 2 hören, wo wir nicht nur lange über das Ausscheiden der Deutschen Nationalmannschaft gesprochen haben, sondern auch über die vier Halbfinalisten.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Donnerstag, 3. August 2017 ab 17:15/17:30 Uhr auf ONE?, Sportschau.de und Eurosport 1.

Nachbericht:

  • Freunde etwas brachialerer Fußballkunst mit gestreckten Beinen oder intensivem Trikot-Ziehen kamen hier auf ihre Kosten. Dass keiner vom Platz geflogen ist … also mich hat es überrascht.
  • Nach Makas nun die nächste verletzte mit Nicole Billa in Österreich. Sah schmerzhaft aus.
  • Nachdem die Österreicherinnen alle 5 Elfmeter gegen Spanien verwandelt hatten, wollte es bei diesem Spiel mit den Elfmetern gar nicht klappen. Gar nicht! Nada! Den im Spiel gegebenen Elfmeter verschossen und auch beim Elfmeterschießen keinen rein gebracht.
  • Manuela Zinsberger! Respekt. Super Torwartleistung. Nachdem sich viele ihrer Kolleginnen im Tor ja nur bedingt mit Ruhm bekleckert hatten, war sie ein wichtiger Rückhalt. Ich sag auch mal durchaus spielentscheidend. Und wieder einen Elfmeter gehalten. Vielleicht hätte sie auch welche schießen sollen. An ihr lag es jedenfalls nicht.
  • Trotzdem, tolles Turnier von Österreich. Wahnsinn, wie weit sie gekommen sind.
  • Harder! Hach. Okay, vielleicht keine Plus-Punkte für Coolness, aber echt ne tolle Spielerin. Aber ich wiederhole mich.
  • Glückwunsch an die Däninnen, die erstmals in ein Finale vorrücken. Insgesamt waren sie auch die aktivere, gefährlichere Mannschaft im Spiel. Verdient gewonnen!

Tränen in Rotterdam – Lyrik für traurige FußballfreundInnen

Tränen in Rotterdam

Mittagshitze nach Regenpracht,

hat uns leider nix gebracht.

Frühes Tor, ganz unbekannt,

flog durch dänisch Torfrau Hand.

Frühes Tor, hat nix gebracht,

Ausgleich wurde dann geschafft.

Fehlpässe überall,

niemand wollt so recht den Ball.

Tor das zweite von Dänemark,

besiegelte diese Schmach.

Bundesbluse einzig buntes,

leider Turnier, tschüss, nix rundes.