WM-Qualifikation: Deutschland – Färöer (11:0)

Vorbericht:

  • Nach der Niederlage gegen Island ist die Stimmung im Lager der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen im Keller. Die Zeit der liebevollen Kosenamen scheint vorbei. Peitsche statt gemeinsames Grillen und Kickertisch. Spielanalyse statt Klassenfahrt.
  • Deutschland muss jetzt in der  WM-Qualifikations-Gruppe 5 liefern, sprich siegen. Der 1. Platz ist gefährdet. Wird man Zweiter – und so sieht es nach aktuellem Stand aus – muss Deutschland als einer der vier besten Zweitplatzierten abschließen und die Play-Offs für den letzten WM-Platz gewinnen um noch zur WM nach Frankreich zu fahren. Das gilt es zu vermeiden.
  • Gegen die Färöer sollten 3 Punkte aber kein großes Problem sein. Gruppengegner Island und Tschechien gewannen bereits haushoch mit jeweils 8:0.
  • Die Färöer Inseln  sind übrigens eine autonome Inselgruppe im Nordatlantik unter dänischer Krone, die circa 50.000 Einwohner zählen.
  • Gespielt wird in der badenwürtembergischen Weltmetropole Großaspach, bekannt durch den 3. Liga Verein SG Sonnenhof Großaspach und Konzerte von Andrea Berg.
  • 16:10 Uhr an einem Dienstag ist auch die geeignete Zeit um in einer wenig besiedelten Region das Stadion voll zu bekommen. Frage mich, warum man sich da wundert, wieso niemand mehr als Zuschauer ins Stadion findet.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Dienstag, 24. Oktober 2017 ab 16:00 Uhr in der ARD.

Nachbericht:

  • Es war tatsächlich das erhoffte Torfestival. Sogar ein bisschen mehr. 11 Tore ist doch schon was. Aber gegen die Färöer natürlich ohne echte Aussagekraft. Für die Mitarbeiterinnen am Live-Ticker aber sicher eine unangenehme Aufgabe, da kam man ja teilweise nicht hinterher. Aber man zeigte, dass man zumindest weiß wo das Tor steht und auch rein treffen kann. Das ist doch schon einmal was.
  • Herr Grindel war da. Fans des deutschen Frauenfußballs ist er ja mangels Präsenz eher unbekannt. Aber gut, nach Großaspach gegen die Färöer kann man mal kommen. Aber vielleicht kommt er auch nur wenn die Chance groß ist sehr viele Tore zu sehen. Schien aber auch nicht so packend gewesen zu sein.
  • Es sind die kleinen Dinge die zählen bei den Färöerinnen. Da wird auch mal geklatscht wenn das Tor wegen Abseits nicht gegeben wird. Auch super, der scheinbar einzige Fan der Mannschaft mit dem von den Spielerinnen unterschriebenen Trikot.
  • Anmerkung am Rande, freut mich, dass Lea Schüller ihr Startelfdebüt hatte und Hasret Kayikci 4 Tore schießen konnte.
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Ribbeck und Jones im Traineramt – Lyrik für gefrustete unkreative FußballfreundInnen

Ribbeck und Jones im Traineramt

Herr Ribbeck aus Wuppertal im Traineramt
Mit der Nationalmannschaft der Herren keinen Erfolg er fand
17 Jahre ist dies her
Doch gedenken viele dessen noch immer sehr

Frau Jones aus Frankfurt im Traineramt
Mit der Nationalmannschaft der Frauen ihr viel misslang
Der EM-Titel war futsch noch eh es begann
Die WM-Quali in Gefahr und nun kein Garant

1998 die letzte Quali-Niederlage war
Gegen Island 2017 die nächste man sah
Keine Regenströme weit und breit
Fahrige Unsicherheit brachte das Leid

Island spielte auf wie die Großen
Ließ Deutschland kaum Chancen mit 3 ganzen Toren
Nun spielt Jones ihre Mannschaftes als nächstes gegen Faröer
Sollte aufwerten die Spiele-Bilanz und machen sie schöner

Hoffentlich.

Huh!

In Anlehnung an „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane (Idee aufgeschnappt irgendwie auf Twitter)

WM-Qualifikation: Deutschland – Island (2:3)

Vorbericht:

  • „Huh“ Island ist zu Gast in Wiesbaden um das nächste Spiel in der  WM-Qualifikations-Gruppe 5 gegen Deutschland zu bestreiten.
  • Island durften wir bereits bei der EM, wo sie ihr Debüt feierten, bewundern. Auf dem Papier konnte Island mit dem vorzeitigen Ausscheiden in der Gruppenphase zwar nicht begeistern, auf dem Feld boten sie aber gegen Schwergewichte wie z.B. die französische Nationalmannschaft eine sehenswerte Leistung, die leider nicht belohnt wurde.
  • Können sich die Isländerinnen nun in der Qualifikation belohnen und diese entgegen aller Erwartungen als Gruppenerste abschließen? Um das zu bewerkstelligen, sollte man hier aber punkten.
  • Für das deutsche Team können Kapitänin Dzsenifer Maroszán und Sara Däbritz dieses Mal verletzungsbedingt jedenfalls nicht aushelfen.
  • Bekannteste Spielerinnen für deutsche Zuschauer dürfte sicherlich immer noch Sara Gunnarsdóttir sein, die für den Vfl Wolfsburg spielt.

Vorbericht ist leider aus technischen Gründen nicht vorher veröffentlicht worden, aber da ich es ja schon geschrieben hatte …

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Freitag, 20. Oktober 2017 ab 15:45 Uhr im ZDF.

Nachbericht:

  • Wenn in einem Spiel die ehemalige Trainerin, die mit der Nationalmannschaft alles was man gewinnen konnte auch gewonnen hat, gefühlt mehr einblendete als die aktuelle Trainerin, sagt das wohl viel aus über das Spiel.
  • 2:3 verlor man gegen Island. Dabei spielte Island großartig und Deutschland eher nicht. Man könnte auch sagen das Spiel der deutschen Fußballspielerinnen war voller Fehler, Unsicherheiten und Ungenauigkeiten und passt nicht in das Bild einer Mannschaft, die noch im vergangenen Jahr Olympia-Gold gewonnen hat.
  • Kurz eingeworfen  (nicht lang wie bei Island): Nur die Gruppenersten fahren definitiv zur WM. Bei den Gruppenzweiten sollte man schon unter den besten vier sein. Normalerweise eine Tatsache, die Deutschland nicht groß tangiert. Wenn man nicht verliert wie so die letzten Jahrzehnte bisher,  ist das auch nie ein Thema gewesen.
  • Derweil in den Niederlanden: In grellem Neon-Orange gehüllt, die EM-Trophäe schön unterm Arm geklemmt, stimmt man bereits ein ungewohntes Lied an: „Ohne Deutschland, fahrn wir zur WM, ohne Deutschland …“

WM-Qualifikation: Tschechien – Deutschland (0:1)

Vorbericht:

  • Unsere deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen will weiterhin zur WM. Nächster Gegner in der WM-Qualifikations-Gruppe 5 ist Tschechien in Tschechien, genauer gesagt der nah an der deutschen Grenze liegenden Stadt Ústí nad Labem.
  • Die tschechische Fußballnationalmannschaft der Frauen hat auch schon ganz schön vorgelegt und liegt in der Tabelle auch vor Deutschland, denn sie hat bereits 8:0 gegen die Färöer gewonnen und damit 2 Tore mehr bei jeweils 3 Punkten.
  • Sollte Deutschland gewinnen, und das hoffen wir doch mal alle, dann ändert sich das aber natürlich. Die Statistik spricht jedenfalls dafür. Vor 10 Jahren in Gera war das letzte Spiel, das gewann Deutschland 5:0 (damals noch mit 2 Toren von Birgit Prinz –  via sport.de).
  • Bekanntes Gesicht bei Tschechien ist z.B. die Kapitänin und Neu-Bayern-Spielerin Lucie Voňková. Ansonsten spielen viele vermutlich bei den CL-Teilnehmern Prag (Sparta) und Prag (Slavia).
  • Ich fand das Spiel gegen Slowenien eigentlich ganz okay. Mal schauen wie sie sich gegen die Tschechen schlagen.Und ich bin gespannt wie sich die „neuere“ Nationalmannschaft so schlägt. Schauen wir mal.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Dienstag, 19. September 2017 ab 17:45 Uhr in der ARD.

Nachbericht:

  • Ich vermisse die schönen bunten Blusen der Bundestrainerin. Gerade in Zeiten, wo es nicht so optimal läuft, haben sie den enttäuscht-genervt-fassungslosen Blick doch etwas abgemildert. Finde ich. Und schlimmer als die Auswärtstrikots waren sie auch nicht.
  • Zum Thema schön. Also das war das Spiel diesmal leider nicht. Spannend schon, aber eher die unnötige Sorte. Auch wenn das fälschlicherweise nicht gegebene Abseitstor von unser aller Kapitänin Marozsán ja doch auch was fürs Auge war. In diesem Fall halt fürs Weinende.
  • 1:0 gewonnen durch ein Eigentor ist jetzt auch nicht so ein Ergebnis, mit dem man angeben will, aber danach fragt ja keiner. Dank der super Leistung von Almuth-Ersatz Laura Benkrath gab es auch kein Gegentor. Und 3 Punkte die man mitnimmt. Gegen Island sollte da aber vielleicht doch eine Steigerung her. Von der WM ganz zu schweigen.
  • Tschechien hat das auch gut gemacht. Immer sofort drauf auf Ball und Frau. Man kann jetzt auch nicht sagen, dass sie nicht ernsthaft versucht haben, da was für sich rauszuholen.

WM-Qualifikation: Deutschland – Slowenien (6:0)

Vorbericht:

  • Nach der EM ist für die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen ja vor der WM. Damit man dorthin fahren kann, muss man wie alle anderen auch (außer Gastgeber Frankreich natürlich) aber erst einmal die WM-Qualifikation bestehen. Dafür muss man entweder erster in einer Gruppe von fünf Nationen werden. Oder man ist einer der vier besten Zweitplatzierten bei insgesamt 7 Gruppen.
  • Deutschland ist in der WM-Qualifikations-Gruppe 5 zusammen mit den großen Frauenfußballnationen aus Tschechien, Island, Färöer und die für dieses Spiel vorgesehene Mannschaft aus Slowenien.
  • Deutschland hat von den insgesamt bestrittenen 42 Qualifikationsspielen für eine Weltmeisterschaft gerade mal 2 Spiele verloren und 1 mit einem Unentschieden beendet. Das alles bei insgesamt 14 Gegentoren und mit 215 selbst geschossenen.  Bei der letzten Niederlage zahlte man für die Eintrittskarten auch noch in D-Mark. Das Qualifikationsspiel vor 4 Jahren gegen den jetzigen Gegner Slowenien  war mit 13:0 übrigens auch das torreichste Spiel in dem Wettbewerb (das Rückspiel gewann man allerdings nur noch mit 4:0). (via zdf.de und wikipedia.de )
  • Damit ist vermutlich zu den Chancen alles Wichtige gesagt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Slowenien hier ernsthafte Probleme bereitet, ist auch bei einer nicht so guten Verfassung der deutschen Mannschaft eher gering und man bekommt doch den leichten Eindruck, dass Steffi Jones das jetzt eher als Test für ihre Damen sieht und nicht als ernsthafte Herausforderung.
  • Neu mit dabei sind diesmal u.a. Joelle Wedemeyer vom Vfl Wolfsburg, was mich freut, da ich sie gerne spielen sehe, mich aber auch wundert, da sie aufgrund der Konkurrenz in Wolfsburg eigentlich so gut wie nie spielt. Ich würde mir aber wünschen, dass sie tatsächlich spielt und sich da vielleicht auch entsprechend präsentieren kann.
  • Slowenien war weder bei einer EM noch bei einer WM jemals dabei. Größere Namen, die man so aus Funk und Fernsehen kennt, sucht man auch eher länger. Mateja Zver zum Beispiel aber wird man voraussichtlich in der UEFA Women’s Champions League erleben dürfen, Sie spielt nämlich für die österreichischen Meister aus St. Pölten.
  • Gespielt wird in der bayrischen Autometropole Ingolstadt, bei vorausgesagten spätsommerlichen 13 Grad Celsius und einer Regenwahrscheinlichkeit von 22 %.
  • Und ich bin gespannt wie sich die „neuere“ Nationalmannschaft so schlägt. Schauen wir mal.

Übertragung im Fernsehen und Livestream:
Samstag, 16. September 2017 ab 13:45 Uhr im ZDF und im ZDF-Livestream.